Warum Nachfolgeplanung kein „Später Mal“-Thema ist.

Plötzlich ist es passiert: Der Unternehmer oder die Unternehmerin fällt unerwartet aus – durch Krankheit, Unfall oder sogar Tod. Es gibt keine klare Vertretungsregelung, keinen Notfallkoffer, keine geregelte Nachfolge. Die Familie steht unter Schock, die Mitarbeitenden sind verunsichert, Kunden fragen nach, Projekte bleiben liegen. Und was dann passiert, entscheiden nicht mehr Sie – sondern andere: Gerichte, Finanzämter oder überforderte Angehörige.
6 Schlüsselthemen, die die Nachfolgeplanung erfolgreich machen
1. Entscheidungen treffen – aber welche?
- das frühzeitige Beobachten von Potenzialträgern (in der Familie, sowie innerhalb und außerhalb des Unternehmens),
- das schrittweise Hineinwachsen in das Übernehmen und das Abgeben von Verantwortung – ohne auf Unternehmer- oder Unternehmerinnenseite sofort alle Zügel aus der Hand zu geben,
- und vor allem offene Gespräche, um Erwartungen, Bedenken und Wünsche zu klären.
2. Nachfolge ist Entwicklung – auf beiden Seiten
- fachlich durch systematische Einarbeitung,
- persönlich durch Coaching, Reflexion und Führungsentwicklung,
- und strategisch durch sukzessive Einbindung in Gremien, Kundenkontakte und Stakeholderbeziehungen.
3. Erwartungen und Rollen klären – im Unternehmen und in der Familie
- Die Seniorgeneration erwartet vielleicht stillschweigend, dass der Sohn oder die Tochter „irgendwann übernimmt“ – auch wenn diese sich (noch) nicht bereit fühlen.
- Umgekehrt erwarten Nachfolgende manchmal mehr Vertrauen, Verantwortung oder Beteiligung, als aktuell möglich ist – sprechen es aber nicht offen aus.
4. Warum zu langes Zögern riskant ist
In der Praxis sehen wir immer wieder Fälle, in denen Unternehmen durch plötzlich eintretende Ereignisse ins Wanken geraten – weil die Nachfolge nicht rechtzeitig geregelt war. Ein schwerer Krankheitsfall, ein plötzlicher Todesfall oder auch familiäre Konflikte können zu massiven Unsicherheiten führen. In manchen Fällen drohen sogar Gerichtsprozesse oder eine Zerschlagung des Unternehmens.

5. Für den Fall der Fälle – Notfallkoffer und Vertretungsregelung
- eine Einweisung der Bevollmächtigten,
- klar definierte Prozesse,
- und ein regelmäßiger Check auf Aktualität, von Vollmachten über Passwörter bis zu Ansprechpartnern.
6. Wo stehen wir eigentlich?
Fazit: Wer strukturiert plant, übergibt nicht nur – sondern gestaltet
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